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Zillo, June 2011
(in German)



Sonic Seducer, June 2011 (in German)



Fiend Magazine
February 2011

 

 

 

 

 

 

WAVE GOTIK TREFFEN 2011 PROGRAM

                REVIEWS OF LOVE, HATE AND SORROW

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REFLECTIONS OF DARKNESS

Coming from Australia, IKON has been called “The AC/DC of Goth“ due to their long-term international success. Formed 18 years ago, the band can look back on five EPs, seventeen singles and five long-players. Since 15th October, the sixth full-length release Love, Hate and Sorrow has been available as a digi pack including two CDs: The first one features 12 official tracks; the second one contains 10 acoustic songs. This review only comments on CD1, as the promo package didn’t include the acoustic part.

Kicking off with `A Line on a dark Day´, the album’s style is characterized by melodic male vocals that hauntingly accompany the vivid U2-like guitar playing you will also find on some of the following tracks. The up-tempo `Before the Dawn´ picks up the thread of the previous song while `Torn Apart´ is a gloomy and throttled Gothic piece with nice synth lines. Regarding rhythm and arrangement, `Memoirs of a Butterfly´ strongly reminded me of JOY DIVISION material. The title track is one of my personal highlights providing a catchy melody, thoughtful lyrics and powerful guitar riffs. Particularly, I appreciated those tracks coming up with playful keyboard sounds connected to the driving guitar; besides `Memoirs of a Butterfly´, `Beautiful Sadness´ is worth mentioning at this point. The latter one is introduced by dragging drums leading over to a nearly sweet retro melody and emotive vocals resulting in one of the rare ballads on this album.

All in all, the long-player´s soundscape appeared to me like an inspiring and energizing combination of JOY DIVISION, U2, THE M ISSION and SISTERS OF MERCY. Thus, fans of those bands could relish this atmospheric and melancholic piece of work.

GOTHTRONIC

The Australian band Ikon around singer Chris McCarter and bassist Dino Molinaro is among the best gothic rock bands in the scene. Ikon has been active since the early 90’s and guarantees quality albums with infectious songs that contain style elements from postpunk, new wave and gothrock merged in a way that happens to be very retro in these days but because of the excellent songs have not lost anything of their power or relevance. On Love, Hate and Sorrow Ikon grabs back in its sound to the heydays of Joy Division and The Cure. The electro influence on previous releases, like the latest full length album Destroying the World to Save It from 2005, has mostly disappeared and been changed for echoing postpunk and gritty gothic rock packaged into catchy songs with pop qualities. Also with this new album Love, Hate and Sorrow Ikon has returned to Apollyon, the German label where it all began for Ikon. Remarkable songs are plenty on this new album, starting with the first song ‘A Line on A Dark Day’ which refers to the tragic events of 11 september 2001. Further highlights are ‘Before the Dawn’, ‘Torn Apart’, ‘Memoirs of a Butterfly’, ‘Love, Hate and Sorrow’ and the almost perfect single ‘Amongst the Runes’. ‘Winter Mourning’ en ‘Beautiful Sadness’ remind a bit of Clan of Xymox, with the dreamy atmosphere, vocals and repetition of lyrics. In songs such as these mentioned here the typical gothic rock of Ikon as described in this review comes forward perfectly. Fans of really good classic wave and gothic rock like Joy Division, Sisters of Mercy and Clan of Xymox have already bought this album. Love, Hate and Sorrow is an excellent album.

 

FAHRPLAN SCHWARZ

Äußerst angenehme Klänge, die zudem noch sehr schick verpackt in einem Digipack sind, erreichten mich dieser Tage von IKON, der australisch genialen Postpunk-Indie-Gothic-Band. Die Klänge umgarnen sogleich mein Gehör und der Funke springt sofort über. Als alter Joy Devision und THE CURE Fan kann ich hier auch gar nicht anders, als einfach nur mitgehen im Sound und mich berieseln zu lassen von diesen sauber produzierten und durchwe ergreifenden schönen Melodien und Arrangements.
„Love, Hate and Sorrow“ ist genau das Richtige für einen Montagmorgen. Allerdings passt sich das Album mit Sicherheit auch beim Autofahren an, da es enorm Esprit, Laune und aufgrund seiner treibenden Beats auch das richtige Tempo an den Tag legt.

Äußerst angenehme Klänge, die zudem noch sehr schick verpackt in einem Digipack sind, erreichten mich dieser Tage von IKON, der australisch genialen Postpunk-Indie-Gothic-Band. Die Klänge umgarnen sogleich mein Gehör und der Funke springt sofort über. Als alter Joy Devision und THE CURE Fan kann ich hier auch gar nicht anders, als einfach nur mitgehen im Sound und mich berieseln zu lassen von diesen sauber produzierten und durchwe ergreifenden schönen Melodien und Arrangements.
„Love, Hate and Sorrow“ ist genau das Richtige für einen Montagmorgen. Allerdings passt sich das Album mit Sicherheit auch beim Autofahren an, da es enorm Esprit, Laune und aufgrund seiner treibenden Beats auch das richtige Tempo an den Tag legt.

Melancholie meets Speed, melodiöse Saiteninstrumente (Bass, Gitarre) treffen auf ohrwurmverdächtige Melodien aus dem Keyboard und alles zusammen begegnet der genialen Stimme von Chris McCarter. Vom ersten Ton an weiß „Love, Hate and Sorrow“ zu gefallen und zieht mich direkt in seinen Bann, denn schon Opener „A Line on a Dark Way“ versprüht dieses gewisse Etwas, wie man es von IKON auch nicht anders gewohnt ist. Rhythmisch, im Tempo sowie wohlklingend in Gesang und Kompositionen. Dem reiht sich auch „Before The Dawn“ ein. Mit „Torn Apart“, „Beautiful Sadness“ und „Point Of No Return“ geht es eine Nummer ruhiger zu. Es wird melancholischer und man möchte einfach nur träumen. Sehr geniale Kompositionen, die einfach nur Mitfühlen lassen und zum Entspannen einladen sowie zum Nachdenken anregen.
Post punkig und typisch „IKON“ geht es zwischendrin mit „Memoirs of a Butterfly“, „Winter Mourning“, „Amongst the Runes“, „Dead Man Tomorrow“ oder auch „All Depths Of Despair“ weiter. Im Tempo wieder angezogen, wissen auch diese Songs mit Power, Tiefgang und Dynamik zu bestechen.
Titelsong „Love, Hate and Sorrow“ ist in meinen Ohren der treibendste und er entpuppt sich sogleich als absolutes Highlight auf der Scheibe. Aufgrund seines einprägsamen Refrains, möchte man gleich mitsingen. Einfach nur schööööön.

Neben all den anderen Tracks, die nicht minder zu gefallen wissen, stellt sich ebenso der Song „Driftwood“ als hervorragend heraus, mit welchen „Love, Hate and Sorrow“ einen super Abgang macht! Hier bestechen die verspielten Keyboardlines, Akustikgitarre und rhythmische Percussion. Der Gesang Chris McCarter’s passt sich dem Klangteppich an und fertig ist ein weiterer Hit im Hause IKON.

Und die Herren setzen all dem Guten noch eins obendrauf. CD2 bereichert die Ohrmuscheln mit teils unveröffentlichten Unplugged Versionen. Hach, da werden die Herzen der Fans mal wieder in den höchsten Tönen schlagen! Auch mein Herz schlägt gerade höher denn je! Gänsehaut, Wohlbehagen und Freude überkommen mich beim lauschen dieser zehn Zusatztracks!

Summa Summarum haben sich also nur positive Eindrücke in meinem Gemüt versammelt und das Gehör schreit nach MEHR. Also noch einmal von vorne das Ganze. Langweilig kann es nicht werden, da „Love, Hate and Sorrow“ ein sehr abwechslungsreiches und facettenreich gestaltetes Album ist. Viele Grüße nach Australien! Das ist mal wieder 1A Spitzenklasse!

 

TERRORVERLAG

IKON sind schon lange eine feste Größe in der schwarzen Szene – man denke nur zurück an Klassiker wie „Ghost in my Head“. Nun erscheint endlich ein neues, energiegeladenes Album dieser erfolgreichen australischen Band - und das gleich im Doppelpack. Neben der regulären CD ist auch noch ein zweiter 10-Track Silberling mit einer unplugged/ acoustic Session enthalten und erweitert die toll gestaltete Veröffentlichung zu einem waschechten Doppelalbum, das in einem sehr hübschen Digipak (inkl. aller Texte) angeboten wird.

Doch was erwartet den Hörer? Bereits der Opener „A Line on a Dark Day“ zeigt deutlich die Richtung an: Eingängiger, düster-melancholischer und treibend-rockiger Gitarrenwave, der eine ganz eigene Note versprüht. Wenn man die Musik trotzdem mit etwas vergleichen möchte, so kann man sicher in Gewässern von JOY DIVISION oder CLAN OF XYMOX fündig werden. Ein erstes Highlight ist für mich „Torn Apart“, das einfach traumhaft klingt. Mit Songs wie „Memoirs of a Butterfly“, “Winter Mourning” und “Among the Runes” wird der durchweg vorhandene Ohrwurmfaktor konsequent aufrecht gehalten. Der Titeltrack ist mit seinen Bassläufen sehr treibend und peppig ausgefallen. Eigentlich sind alle Tracks zum Abtanzen geeignet, so auch das flotte „Dead Man Tomorrow“ und das mitreißende „All Depths of Despair“. „Point of no Return“ und “Driftwood” drosseln das Tempo dann etwas, um möglicherweise auf die zweite CD einzustimmen.

Auf der Bonusscheibe sind akustische bzw. unplugged Versionen der regulären Songs enthalten, aber auch weitere Tracks, die man auf dieser Veröffentlichung zuvor noch nicht gehört hat („Broken Windows“, Calm before the storm“ und „Stalag 13“). Bereits der Opener „Hindsight“ bietet einen sehr angenehmen und klaren Sound. Nicht nur die enthaltenen Varianten von „Among the Runes“ und „Driftwood“ zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich und gleichermaßen gelungen man doch Kompositionen musikalisch interpretieren kann.

IKON können auf ganzer Linie mit diesem Release überzeugen. Angefangen mit einem genialen Cover-Artwork, bis hin zu den beiden CDs stimmt hier einfach alles. Nicht zu vergessen sind weiterhin, das wirklich gute Songwriting, das sowohl verstromt als auch unplugged sehr gut funktioniert. Alle Songs (insbesondere auf der ersten CD) haben einen sehr hohen Wiedererkennungswert und sind wie geschaffen für den Einsatz im Club UND einfach-nur-Hören. Ein gelungenes Album, daher klarer Kauftipp

 

DER MEDIENKONVERTER

Der Name Ikon lässt wohl nicht die große Masse der heutigen schwarzen Szene frohlocken, die meisten werden schlichtweg weder die Band noch ihre Musik kennen. Das ist nicht nur verwunderlich, da die Australier um Bandkopf Chris McCarter, seit 1991 immer wieder starke Veröffentlichungen herausbrachten, sondern auch sehr schade. Denn Ikon stehen für Goth Rock der alten Schule (Nein, ich werde nicht die englische Übersetzung davon verwenden und mich elitärer fühlen) und zeigen auf ihrem neuesten Werk "Love, hate and sorrow", wie schön diese Musik sein kann.

Es ist ein wenig wie eine Reise in frühere Zeiten. Der DrumComputer tuckert fröhlich vor sich hin, die Gitarren sind schrammelig und kein Stück fett produziert. Es gibt keinen Beat oder andere technoide Einflüsse sondern kitschig getragene Keyboards und eigentlich könnte man nicht mit letzter Sicherheit sagen, dass die CD nicht doch bereits vor 10 bis 15 Jahren erschien. Klingt sie deswegen angestaubt? Da werden die meisten wohl antworten: Sicherlich. Aber macht es die Musik schlecht? Ganz sicher nicht. Mit ihren im schnellen Mid-Tempo gehaltenen 12 Tracks ist die CD1 ein liebenswertes Stück Nostalgie. Und dabei ist das Album so stark, dass man beim hören nicht Lust hat die alten Platten aufzulegen − man lässt "Love, hate and sorrow" einfach gerne weiterlaufen. Auf der zweiten CD finden sich dann akustische Versionen von zehn Liedern. Diese Songs bieten natürlich ein ganz anderes Hörgefühl und sind wohl eher schmeichelndes Futter für Fans der Band.

Ikon haben bewiesen, dass man auch 2009 wunderschönen und altmodischen Goth Rock hervorbringen kann. Mir fallen spontan nur zwei andere Bands ein, die diesem Stil so gut frönen. Und weil die letzten Alben von den Golden Apes und House of Usher eben doch noch ein Stück besser waren, bekommt "Love hate and sorrow" 4,5 Punkte und das Prädikat "für Goth Rock Fans besonders wertvoll".

THE PIT

Vor mehr als zwanzig Jahren gab es einmal eine glanzvolle Zeit und eine dazu passende Bewegung mit dem schönen Namen New Wave. Toupierte Haarnester, zentimeterdicker Kajal und viele Synthesizer waren die Markenzeichen, Bands wie Alphaville, Joy Division oder The Cure mit Sänger Robert Smith, der heute immer noch so aussieht wie vor 30 Jahren, die Vertreter. Man sang über Herzschmerz, den schnöden Alltag und die Nichtigkeit des Seins. Eine der Subkulturen namens Gothic hat sich bis heute gehalten, verschiedenste Ableger zur Welt gebracht und Abertausende Jugendliche in die pechschwarze Depression gestürzt.

Die Australier Ikon haben all das selbst miterlebt. Seit 1988 schreiben Bassist Dino Molinaro und Sänger/Gitarrist/Keyboarder Chris McCarter eigene Songs, seit 1991 existiert die Band selbst. Ihr mittlerweile sechstes Studioalbum „Love, Hate & Sorrow“ versprüht – auch wenn der Titel wie eine Auskopplung von HIM klingt – den Geist der späten Achtziger. Synthiepop at its best, möchte man meinen, gepaart mit moderneren Gothic-Elementen.

Direkt als Einsteiger gibt es eine Portion New-Wave-Feeling auf die Ohren: „A Line On A Dark Day“ klingt instrumental gesehen sofort nach The Cure und die sehr präsenten Synthesizer machen die Illusion komplett. Wie gern wäre ich zehn Jahre früher geboren worden.

„Torn Apart“, das mit einem recht poppigen Intro beginnt, entwickelt sich zu einem äußerst melancholischen Stück; ein typischer Song, der entstehen könnte, wenn man im Zug sitzt und dem Regen dabei zuschaut, wie er gegen die Scheibe prasselt.

Ein wenig gleitet die Scheibe ins Monotone ab, wenn Chris Lieder wie „Beautiful Sadness“ oder „All Depths Of Despair“ vor sich hin singt; Gothic-Prachstücke wie „Amongst The Runes“, mit sehr tiefem, stimmungsvollem Gesang im Refrain, oder der mit an die 80er anmutenden Keyboards versehene Titeltrack überzeugen aber wieder auf ganzer Linie. Bei „Point Of No Return“ regiert ein nervtötender Bass, der in den unmöglichsten Abständen auftaucht, dagegen ist „Driftwood“ ein 1A-Radiosong, der trotz seiner Mainstream-Orientierung eine eigentümliche Atmosphäre verbreitet.
Als besonderes Appetithäppchen enthält das Digipack eine zweite CD mit Acoustic/Unplugged-Songs. Mit dabei sind unter anderem der Titelsong der Platte, „Memoirs Of A Butterfly“, sowie Stücke von den früheren EPs „League Of Nations“ und „Amongst The Runes“. Warum man allerdings einen Song wie „Driftwood“, der auch so schon akustisch klingt, auf die Bonus-CD packen musste, ist mir schleierhaft, soll aber der Qualität derselben keinen Abbruch tun, die dem offiziellen Album in nichts nachsteht.

Über zwei Dekaden nach dem Höhepunkt der Neuen Wellen hat das Quartett es tatsächlich geschafft, eine Reminiszenz an die späten Achtziger zu kreieren, die genau in dieser Zeit durchaus auch hätte veröffentlicht werden können. Die leicht kitschigen Texte und der ab und an etwas schmachtende Gesang von Mr. McCarter können den Hörgenuss kaum schmälern – die Platte ist definitiv ein absolutes Muss für alle, die sich nach der guten alten Zeit sehnen.

SCARRED FOR LIFE

Bereits seit 1991 existieren IKON aus Australien, die ich bisher nur grob vom Namen her kannte. So richtig wusste ich auch nicht, dass die Band darkwavigen Gothic Rock bzw. Post Punk macht, ansonsten hätte ich mich sicherlich auch schon früher mit ihr beschäftigt. Nun dauerte dies also bis zum sechsten vollständigen Album, das auf den Titel "Love, Hate And Sorrow" hört und für die Ü30-Fraktion, zu der ich ja nun auch schon länger zähle, eine interessante Angelegenheit sein dürfte.

Trotz recht klischeehafter Songtitel wie "Beautiful Sadness", "All Depths Of Despair" oder "Winter Mourning" geht es auf diesem Album weder kitschig her, noch übertrieben düster zu. Fröhlich ist die Musik von IKON aber auch nicht ansatzweise, in ihrer sentimentalen Melancholie erinnert der dunkle Rock dafür recht deutlich an THE MISSION, was alles andere als eine schlechte Referenz ist. Hier und da klingen auch THE CURE oder JOY DIVISON durch, typisch britischer Sound ist es letztlich also, den "Love, Hate And Sorrow" zu bieten hat.

Die Songs wirken oft treibend, sind schnörkellos, zielstrebig und meist sehr eingängig. Akustische Gitarren sorgen für Fragilität (zum Beispiel im hübschen "Memoirs Of A Butterfly), die klagende Leadgitarre in "Before The Dawn" oder dem tollen Opener "A Line On A Dark Day" für die nötige Emotionalität. Weitere Anspieltipps sind der spannende Titeltrack sowie das düster-dramatische "Point Of No Return". Der Gesang von Frontmann Chris McCarter ist genretypisch leicht sonor und in mittleren Lagen angesiedelt. Zeitgemäße Synthieklänge sorgen dafür, dass der klassische Sound nicht allzu altmodisch wirkt.

Das einzig störende auf diesem Album ist der ziemlich steril wirkende Drumcomputer und ein ganz kleines bisschen fehlen den Songs auch Ecken und Kanten, die vielleicht noch mehr Biss verleihen würden, trotzdem ist "Love, Hate And Sorrow" ein wirklich schönes Album, das den Anhängern der genannten Vergleichsbands ziemlich zusagen dürfte.

METAL EARTH

Der Festivalsommer 2009 gehört der Vergangenheit an. Mit ihm das wohlige Gefühl von Bier in praller Mittagssonne, untermalt von den Tönen der Mainstage, auf denen Tankart gerade ihrer Liebe zum blonden Gerstensaft Ausdruck verleihen. Stattdessen fällt vor unseren Fenstern das Laub, weht der Wind pfeifend durch die Straßen. Zeit, in sich zu gehen – Zeit, einen Gang zurück zuschalten und Kraft zu tanken. Den perfekten Soundtrack für diese Atmosphäre zu finden, fällt nicht schwer in diesen Breitengraden. Wo sonst existieren ähnlich viele Werke intonierter November-Depression, wo sonst gibt es eine vergleichbar große Auswahl an melodischen Werken für gemütliche Abende fernab der Hektik des täglichen Lebens? Doch wie so oft, lohnt auch in diesem Fall ein Blick über den Tellerrand. Nass-kalte Tage im November kennt man am anderen Ende der Welt zwar nicht, die Bilder dieser Zeiten mit Farben zu füllen verstehen Musiker in Australien allerdings genauso gut wie ihre Kollegen aus Europa.

„Love, Hate and Sorrow“ - Ein Titel, wie er fingerzeigend für das inzwischen fünfte Album der Mannen von Ikon nicht sein könnte. Wie oft sind es die Banalitäten menschlichen Umgangs, die plötzlich in den Fokus rücken, wenn das Leben einen Moment schweigt und den Menschen zwingt, in sich selbst zu lauschen. Ganz still wird es auf Liedern wie dem wunderschönen Opener „A line on a dark day“ zwar nicht, Ikon verstehen sich jedoch darauf, eine entsprechende Stimmung zu kreieren. Fernab jeder Hektik, fernab jeder Stressgefühle setzt das Songwriting keine großen Akzente, besticht nicht durch umwerfende Vielfalt, sondern schwebt melodisch und angenehm durch den Raum und sorgt für stille Glücksmomente. Das Augenmerk legen Ikon dabei auf melodisch orientierte Gitarrenarbeit, weiche Synthies und die Vielschichtigkeit der warmen Stimme von Sänger Chris McCarter. Zwar dürfen rockige Riffs auf den schnelleren Nummern wie „Amongst the runes“ in dieser Mischung nicht fehlen, doch liegt die Marschrichtung auf dem gesamten Album in melodischen Gothic-Rock Breiten. Ausfälle finden sich dabei keine, allerdings auch keine absoluten Chartbreaker. Stattdessen bildet „Love, Hate and Sorrow“ eine homogene Einheit, welche sich vor allem durch ihr hohes Maß an Eingängigkeit und ihren Ohrwurmcharakter definiert. Gleichzeitig laufen Ikon nicht Gefahr, sich zunehmend zu wiederholen und somit zu langweilen, sondern bieten konstant gute Unterhaltung – auch nach vielen Durchläufen. Abgerundet wird dieses Erscheinungsbild durch eine Bonus-CD, auf der sich neben Unplugged-Aufnahmen einiger Titel der ersten CD auch ältere Stücke in einem ähnlichen Soundgewand präsentieren. Die Durchschlagskraft der ersten CD entfalten Ikon dabei zwar nicht, für Akustik-Fans dürfte CD 2 allerdings trotzdem eine lohnenswerte Ergänzung darstellen.

Entsprechend angetan fällt mein Fazit aus. „Love, Hate and Sorrow“ bietet die perfekte Herbst-Unterhaltung, bezaubert durch eine dichte, melodische Atmosphäre, lässt dem Hörer aber gleichzeitig genügend Spielraum seine Gedanke zu entfalten. Eine Bereicherung für jede Musiksammlung stilvoller Werke.

DOSENMUSIK

Lang nichts mehr mit Wave zu tun gehabt...
Das ist mal wieder ein Kontrastprogramm hier. Aber ein ganz angenehmes. Neben den ganzen Rock und Metalsachen flattert einem dann tatsächlich ein reines Wave Album vor die Nase. Fällt aber auf fruchtbaren Boden, schliesslich bin ich mit dem Kram gross geworden, New Order, Breakfast Club und so weiter und so fort. Hab aber zur Zeit nicht den wirklichen Einblick in diesen Bereich der Musikindustrie, daher kann ich hier nur mit rein subjektiven Gefühlen und Eindrücken aufwarten.

Und diese fallen durchweg positiv aus, denn das was das australische Trio abliefert und von Ihnen selbst - natürlich - als das vollständigste Album ihrer 18-jährigen Karriere angesehen wird, wartet mit einer schönen Atmosphäre auf, die so hart an eben diese Anfänge des (Dark-)Wave in den 80ern erinnert, dass man ganz schnell ins Schwelgen in Erinnerungen gerät. Schön-melancholische Melodien, eine ansprechend monotone Stimme, gesegnet mit einer kristallklaren Produktion; das alles sind Punkte die Fans dieser Musiksparte auf jeden Fall auf Ihre Seite bringen sollte.

Zwar verhält sich die Band im Bereich des Songwriting relativ vorhersehbar, so daß ein Großteil der Songs nach einem ähnlichen Muster gestrickt ist, jedoch fällt mir das zunächst nicht negativ auf. Irgendwie gehört das dazu. Was zu diesem Album noch dazugehört, ist eine zweite CD die Akutikversionen von einem Großteil der Songs von "Love, Hate and Sorrow" beinhaltet. Und ja, die kommen auch gut. Musikalisch mindestens ebenbürtig zu den regulären Aufnahmen, vom Gesang her fehlt ein bischen die letzte Durchschlagskraft. Das monotone in der Stimme von Chris McCarter - was regulär auf jeden Fall funktioniert - ist bei diesen emotionaleren Akustikversionen ein wenig hinderlich. Tut dem positiven Gesamteindruck aber nichts schlechtes. Gutes Ding von den Australiern.

MENTENEBRE

Hace mucho tiempo, a comienzos de la ya lejana década de los noventa, el malamente denominado "pop gótico" reinaba en las pocas salas siniestras de nuestro país. Peter Murphy, The Cure, The Mission, Siouxsie and the Banshees, Joy Division, Bolshoi o The Church entre muchos otros, ocupaban puestos inamovibles dentro de las listas oscuras de aquella época. "Love, Hate and Sorrow", último trabajo de los australianos Ikon, te trasladará irremediablemente a aquellos tiempos tan añorados.

Los australianos, aprovechando el "revival" de los sonidos más "post- punk" y haciendo, si cabe, más hincapié en las influencias que llevan arrastrando desde sus orígenes a mediados de los noventa (Joy Division, Death in June y The Cure), nos ofrecen la mejor de sus obras. Y tal vez el mejor disco de pop-rock gótico que se ha publicado en años en nuestra escena.

Es imposible no rendirse ante la magia de este trabajo, especialmente para los que pasamos de la treintena, quienes encontrarán en muchos de sus sonidos un inusitado halo de tristeza y melancolía. Y es que, señoras y señores, nos encontramos ante un auténtico disco como los de antes, a la altura de mucha de esas joyas, las cuales no creo que haga falta nombrar, de la discografía oscura y que tanto empeño les ha dado a sus discográficas por reeditar y remasterizar últimamente.

'A Line On A Dark Day', el primer tema del álbum, ya fue presentado en el año 2008 en el EP "League of Nations", y fue considerado por la prensa especializada como una de las mejores canciones publicadas ese año. Y no es para menos, esta preciosa canción de guitarras aterciopeladas y atmósfera melancólica pone el vello de punta de principio a fin, siendo el más perfecto comienzo de un viaje hacia nuestro pasado.

En 'Before The Dawn' encontramos los elementos que más sorprenden de esta nueva etapa de la banda, un perfecto balance entre guitarras y elementos electrónicos. La electrónica, al contrario de lo que ocurre con otras bandas actuales, es empleada sabiamente para engrandecer la composición y enriquecer su atmósfera gracias a unos teclados lánguidos y tristes, completamente evocadores. También sorprende por su estribillo "pop", fácil, sencillo y muy directo, deudora de los The Mission o los The Cure más comerciales y que tan estupendamente han recogido la nueva oleada de grupos de post-punk británicos.

'Torn Apart' mama de los Death in June de la etapa "Brown Book" o "But, What Ends When The Symbols Shatter?" y en él destaca el cuidado, el mimo que se ha puesto en los teclados, consiguiendo que sus mágicas notas se claven en lo más hondo de tu ser.

Y así, sólo contando maravillas, podríamos ir describiendo el resto de las canciones que componen este indispensable trabajo. 'Dead Man Tomorrow', 'All Depths Of Despair' o 'Love, Hate And Sorrow' entrarían dentro de los temas más poperos, por su melódicos y pegadizos estribillos, que los hace ideales para ser disfrutados en las pistas de baile.

'Memoirs Of A Butterfly', 'Winter Mourning' o 'Amongst The Runes' son tres piezas de pop-rock gótico increíbles, donde las guitarras suenan entre lo atmosférico y lo delicado, cristalinas como agua de lluvia. Tal vez sea éste el trabajo menos oscuro de Ikon. Nunca había sonado tan clara la voz de Chris McCarter, luminosa como el resto de sonidos, pero a la vez triste cual nube gris en un cielo azul.

El trabajo apenas contiene temas lentos. 'Torn Apart' o 'Beautiful Sadness' son más sosegados que el resto por acercarse a parámetros propios del estilo dark-folk. Si lo que queremos es tranquilidad, "Love, Hate and Sorrow" contiene un segundo cd con los temas de éste y anteriores trabajos de la banda en acústico. Simplemente son versiones "desenchufadas", no esperéis encontraros con arreglos típicos del dark-folk o versiones más oscuras que las originales. Aun así es todo un detalle por parte de la banda la inclusión de este segundo cd.

Señalar que este trabajo está publicado en Europa por el sello Apollyon, sello que lleva unos cuantos años sin apenas actividad y que tantas alegrías dio en los noventa a la escena gótica con su brillante catalogo.

Ikon nos ofrece una de las mejores referencias publicadas este año, un cd que levantará pasiones entre los mayorcitos de nuestra escena y al que solo se le puede sacar un defecto, su portada, condenadamente fea.

DARK ENTRIES

Wie van goudeerlijke en lichtjes geniale gitaar wave houdt kan al jaren niet om het Australische Ikon heen. En dat zal, geloof me vrij, met deze “Love, Hate And Sorrow” ook niet anders zijn. Waar de groep in het verleden nog eens een eerder elektronische noot, of een (dark) folk invloed in hun sound wilden toelaten lijkt Ikon de laatste jaren weer volop te kiezen voor het verrukkelijke dark wave gitaar geluid. De groep heeft ondertussen ook een discografie om u tegen te zeggen, temeer daar ze actief zijn op verschillende labels en en passant ook nog één en ander in eigen beheer uitgeven. Als we even terug gaan tot hun laatste Apollyon (Duits label) release dan komen we bij “The Edge Of Forever” (2001) uit, hoewel wij ook razend enthousiast waren over de ep “Psychic Vampire” (2004 ) en het album “Destroying The World To Save It” (2005) beiden op het Australische Nile Records.

Deze “Love, Hate and Sorrow” verschijnt op het Duitse Apollyon label waardoor het album wellicht een stuk meer bereikbaar wordt voor elke Europese sterveling. Het verschijnt trouwens in een fraai verpakte digipak dcd versie waarop op een tweede bonus cd een akoestische set van 10 nummers wordt meegeleverd met ondermeer ook de kale, maar daarom niet minder geslaagde, versies van een aantal nummers uit dit nieuwe album. Eingelijk vind ik het een beetje zinloos om elk nummer hier stuk voor stuk te bespreken, ze zijn allen keigoed, nergens laat Ikon een steek vallen en hun songs klinken melancholisch dromerig wiegend op sprankenlende gitaren en stevige bas- en drum partijen. Ik blijf me af vragen waarom deze groep bij ons niet duizenden maal populairder is. En dames en heren, ziet u mijn score… een 9, gewoon omdat m.i. de 10, de perfectie niet bestaat, vandaar. Kopen, kopen, kopen!

 

 

IN THE SHADOW OF THE ANGEL/ FLOWERS FOR THE GATHERING
2-CD REISSUES
(Echozone/Sony)

Man kann den Australiern um Chris [Mc]Carter vorwerfen, stilistisch auf der Stelle zu treten. Und auch die Behauptung, sie schaffen es nicht, den Geheimtippstatus Richtung größere Popularität zu verlassen, ist nicht mal eben so zu entkräften. Aber sei's drum, aus den Zutaten Bass, Gitarren (wavig schwelgend bis gezupft), Keyboards (nie trötig, stets dezent, nie spurreich) und Gesang (überschaubares Spektrum abdeckend, deschalb alber nicht wenig sympathisch) zauber sie immer wieder neue hochmelodische Songs. Man hört ihnen an einigen Stellen die Verehrung an, die sie dem Werk von Ian Curtis entgegen bringen, ohne dass ihre Songs wirklich nach Joy Division klingen, weil Ikon beschwingter aufspielen. Jetzt nicht gerade Polka, sondern sehr wohl mit einer großen Portion Melancholie. Ob man das musikalische Schaffen nun stur oder konsequent nennt, hängt nicht zuletzt vom eigenen Geschmack ab. Beide Re-Releases sind mit einer zusätzlichen CD ausgestattet, die mit reichlich bislang nicht erhältlichen Aufnahmen bestückt sind. Wer Joy Division/New Orde, Pink Turns Blue und dem sich moderat gebärdenden Gitarrenunderground der 80er insgesamt etwas abgewinnen kann, ist mit Ikon gut berate. Eine kleine Portion elektronischer ausgefallen ist ihr 1998er Album "This Quiet Eart", für welches hiermit ganz unverhohlen und explizit ebenfalls geworben wird. Und natürlich für ihre grandiose 2007er EP "League of Nations". Und für ihr Schaffen insgesamt.
-Sonic Seducer, June 2011


Die australische Gothic-Rock/Wave-Band Ikon versprüht seit 1991 ihre authentischen, hochmelodischen and zumeist melancholischen Klangcocktails in die Hörerohren. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums haben Band und Label beschlossen, die ersten beiden Alben der Discografie, "In the Shadow of The Angel" (1994) und "Flowers for The Gathering" (1996), als remasterte Doppel-CD-Editionen neu aufzulegen. Eine schöne ZurfeierstagesAngelegenheit, da erstens die Originale mitterweile zum Teil schwierig aufzustöbern sind und zweitens gerade diese zwei Langspieler in der Szene allgemein als wichtige Albe angesehn werde. Besonders mit dem Debüt konnten die sympathischen Musiker einen bleibenden Eindruck hinterlassen: Abwechslungsreich gestaltete Songs, Tempi and Melodien, dazu Hits, die bis heute in den Gothic-Clubs rauf und runter laufen (u.a. "Condemnation", "Fall Apart", "Black Roses"). Auf der Bonus-CD befinden sich 15 rare, teils unveröffentlichte Tracks, darunter die schöne, verhaltene Kreation "The Unmarked Grave". Mit dem zweiten Album knüpften Ikon einst direkt an den Sound des Debüts an, ließen die Gesamtatatmosphäre jedoch nicht ganz so dunkel ausfallen. Hier finden sich u.a. die Ohrenschmeichler "Life Without End" und "Call Of Despair". Die Bonus-Scheibe enthält in diesem Falle elf B-Seiten und Session-Tracks aus den Jahre '95-'96. Für Ikon-Nichtkenner eine gute Gelegenheit, dies zu ändern, und für Besitzer der Originale aufgrund der Boni durchaus auch interessant.
-Zillo, June 2011

LOVE, HATE AND SORROW RATINGS

Fahrplan-Shwarz
10/10

1A Spitzenklasse!

Dark Entries
9/10

Ik blijf me af vragen waarom deze groep bij ons niet duizenden maal populairder is.

Der Medienkonverter
4.5/5
Und dabei ist das Album so stark, dass man beim hören nicht Lust hat die alten Platten aufzulegen − man lässt "Love, hate and sorrow" einfach gerne weiterlaufen.

Mentenebre
9/10

Y tal vez el mejor disco de pop-rock gótico que se ha publicado en años en nuestra escena.

Gothictronic
8.5/10
Remarkable songs are plenty on this new album... excellent.

The Pit
8/10

die Platte ist definitiv ein absolutes Muss für alle, die sich nach der guten alten Zeit sehnen.

Metal Earth
8/10

Eine Bereicherung für jede Musiksammlung stilvoller Werke.